30 DecAndre Agassi: alle Erwartungen übertroffen

AA_signing2Die absolute Überraschung des Lesejahrs 2009 war für mich die Autobiografie von Andre Agassi. Da er mir als aktiver Spieler eher egal war, hatte ich nicht besonders große Erwartungen an seine Autobiografie namens “Open”. Nach einer atemlosen 48-Stunden-Lektüre der knapp 400 Seiten (im englischen Original) muss ich sagen, dass er alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen hat.
Der Andre Agassi, den ich in dieser Autobiografie kennen und schätzen lernte, hat nichts mit dem Image zu tun, das ich von ihm hatte – Paradiesvogel, Selbstdarsteller etc. In schonungsloser Ehrlichkeit beschreibt er seine beschissene Tennis-Kindheit mit einem auf Tennis versessenen Vater, seinen Hass (ja!) aufs Tennisspielen, seine Höhen und Tiefen, die Suche nach sich selbst, lebenslange Freundschaften (z. B. mit seinem langjährigen Konditionstrainer Gil Reyes), seine Siege und Niederlagen, seine Verletzungen, sein spektakuläres Comeback nach einem langen Tief. Und schließlich die Entdeckung seiner sozialen Ader und sein Engagement für unterprivilegierte Kinder, für die er in Las Vegas eine eigene Schule baute.
Dank meines Schwesterherzes bin ich glückliche Besitzerin eines signierten Buches. Dieses Foto entstand bei der Signierstunde in Las Vegas, Wartezeit: 1,5 Stunden.
Hier geht es zur ausführlichen Rezension. Erstaunlich, dass zwei Autobiografien – diese und die von Monica Seles – zu den Büchern gehören, die mich 2009 am meisten beeindruckt haben.

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